Berge besteigen und Kibbuzlife

geschrieben von woistmascha | 29 Apr, 2009, 13:57

Oho, viel Zeit vergangen mal wieder...
Ende Februar bis Anfang Maerz habe ich mit einigen anderen leuten aus meiner Gruppe "Shvil Israel" gemacht. Es gibt in Israel einen Wandertrail der durch das ganze Land fuehrt und den sind wir von Sueden nach Norden entlangmarschiert.
Weil wir nur 6 Wochen Zeit hatten mussten wir leider einigeTeile auslassen. Wir haben die ganze Zeit in Zelten geschlafen und sind einfach den ganzen tag gewandert. Abends gabs es dann leckeres Essen und immer campfire. Unser Guide war ein bisschen craaazy. Hatten auf dem Weg auch interessante Aktivitaeten wie Yoga und Thai Chi. Die ersten 2 Wochen waren in der Wueste. Wow es war unglaublcih die ganze zeit so fern von zivilisation zu sein. Ist schon ein tolles Gefuehl wenn man wieder einen von diesen riesigen Wuestenbergen erklommen hat. Haben Kamele und Skorpione gesehen und sind an Bedouinensiedlungen vorbeigekomen. Einmal haben wir mitten in der Wueste eine kleine Oase, den magischen Wald, gefunden. Das war wunderschoen.
Die dritte Woche war ich nicht da, weil ich auf der Netzer Konferenz in Jerusalem war. Da kommen alle Vertreter aus allen Laendern mit Netzer zusammen und diskutieren Ideen und treffen Entscheidungen ueber Ideologie und Zusammenarbeit. War superlustig und die Leute waren richtig tolll!
Die vierte Woche sind wir dann die ganze Zeit am Strand der Mittelmeerkueste entlanggelaufen, die ganze Zeit mit Meeresrauschen im Ohr. Am Ende der Woche kam leider ein Sturm auf und wir konnten nicht die ganzen Zeit wandern. Besonders nett war es am Strand unter den roemischen Ruinen Caesareas zu uebernachten. In den Carmel Bergen bei Haifa beendenten wir diese Woche. Die fuenfte Woche sind wir von Haifa nach Nazareth durchs Innenland gewwandert. Es war so schoen im Norden zu sein, die Landschaft ist komplett anders, manchmal ein bisschen wie in Suedeutschland. Sind auch durch viele arabische Doerfer gewandert. Die sechste Woche war ich am Anfang leider krank, aber dann am Ende haben wir alle am noerdlichsten Punkt (da gibt es sogar Berge mit Schnee!) gefeiert.

Nach einer Woche Ferien an Pessach (wo mir am Strand meine Tasche mit Phone, Portemonnaie, Musicplayer und Kamera mit all meinen Fotos geklaut wurde) bin ich jetzt mit noch 4 anderen in einen Kibbuz in die Wueste, in der naehe von Eilat gefahren. Man hat uns vorher schon erklaert das dieser Kibbuz etwas speziell ist und es stimmt: an manches hier muss man sich wirklich erst gewoehnen!
Es ist eine Wuestenoase und sieht wirklich wunderschoen aus und alles ist so friedlich! Genau in der Mitte steht ein riesiges Maerchenschloss in rosa mit goldenen Fenstern. Das Essen ist soo gut! Organisch und vegetarisch und die leben fast nur von den Produkten die sie selber anbauen. Man hat keinen festen Job und arbeitet jeden Tag woanders. Ich hab letzte Woche in der Kueche, in der Molkerei, mit Kraeutern und Blumen und viel im Restaurant das die betreiben gearbeitet. (Wuerd gern noch zu den Datteln und den Ziegen!).
Aber die haben hier auch so ihre Regeln, keine Musik bei der Arbeit, keine Handys ausserhalb der Haeuser und man darf bei den Mahlzeiten im Essenssaal nicht sprechen!! das ist wirklich viel schwieriger als ich dachte...Staendig sagen mir Leute dass ich still sein soll! Hier ist man wirklich abgeschottet es gibt nichtmal einen kleinen Laden. Okay und wirklich freakig: jeden Freitag vorm Shabbat treffen sich alle in weiss zum Ausdruckstanz!!!
Dieser kibbuz wurde irgendwie vor 20 Jahren erst gegruendet von einer Gruppe aus Jerusalem unter der Leitung einer Art Gurus.( der ist schon tot) und soll ein Ort sein um zu sich selber zu finden.
Naja ich bin gespannt wie das hier weiter geht....
Und in 2 Monaten gehts schon nach Hause!! Krass wie schnell alles vergeht!!!!

I love TA!!!

geschrieben von woistmascha | 13 Feb, 2009, 15:46

Es geht mir ganz hervorragend! Ich liebe das Leben in Tel Aviv. Diese Stadt ist einfach das pure Leben =)

Nach einem Seminar bin ich im Januar ja nach Tel Aviv gezogen. Wir wohnen hier in einem kleinen Haeusschen in einer etwas religioeseren Nachbarschaft direkt zwischen Tel Aviv und Jaffo. Langsam hab ich mich an unsere Wohnung gewoehnt und mittlerweile funktionieren die Toiletten auch und der Hahn von nebenan ist auf wundersame Weise verschwunden. Ich wohne mit 2 Deutschen, 3 Amerikanern, 2 Israelis und ein paar Englaendern zusammen. Der eine Amerikaner ist so Hip Hop dass er im Schlap rappt, der andere trauert die ganze Zeit som Maedchen hinterher und hoert Trance. Die beiden Israelis sind super aber wollen immer putzen, die Englaender sind alle nett, eine ist eine richtig gute Freundin geworden, aber ein bisschen bessesen vom Nahost-Konfllikt (So langsam kann ich die Diskussionen nicht mehr hoeren...)

Ich volunteere vormittags bei Amnesty International. Da arbeite ich mit einer Freundin gerade an einer nationalen Kampagne um die Rechte der Fleuchtlinge aus Afrika zu verbessern. Die meisten kommen aus dem Sudan, Kongo, Eritrea und Ivory Coast und fliehen vor Buergerkrieg, Genocid und anderer politischer Verfolgung. Wenn sie die Reise durch Aegypten ueberleben erreichen sie Israel und bekommen hier leider nicht die Behandlung die ihnen zustehen wuerde, der Staat sorgt nicht fuer Unterkuenfte und Verpflegung und einige sind lange eingesperrt oder werden sogar zurueck nach Aegypten geschickt. Unsere Kampagne besteht darin anderen Gruppen in Israel ueber das Thema zu berichten und sie aufzufordern ihre eigenen Initiativen zu starten, ausserdem sollen sie mit einem Foto unter einem Slogan zur visuellen Petition beitragen, die wir der Regierung praesentieren wollen. Die Arbeit ist zwar manchmal depirmierend wenn es gerade nicht alles gut vorawerts geht, aber meistens ist es super witzig und unsere Mitarbeiter mit denen wir Meetings haben oder zum Lunch weggehen sind auch richtig nett.

Nachmittags bis arbends arbeite ich dann immer fuer das ARDC - African Refugee Development Centre. (Ja schon wieder Fleuchtlinge, hab neulich schon von manchen getraeumt.) Die Arbeit gefaellt mir fast noch besser weil man wirklich sieht was man tut und direkt mit den Menschen zusammen ist. Wir helfen den neuen Fleuchtlingen, die in den Sheltern wohnen und machen Aktivitaeten mit den Kindern. Die sind sooooo suess, koennen sich aber auch schnell in Monster verwandeln. Zum Beispiel in dem Shelter sind alle aus dem Sudan, nur ein Maedchen ist aus Nigeria und die andere aegern und schlagen die die ganze Zeit und sogar wenn wir was mit der machen sind die anderen sauern auf uns und moegen uns dann ploetzlich nicht mehr, neulich hat die mutter von dem maedchen die anderen kinder geschlagen. ja das ist alles ganz schoen krass da teilweise. Ausserdem baut diese Organisation gerade ein Lerncenter auf und dafuer haben wir die letzten Wochen immer Fleuchtlinge interviewt - da trifft man echt die allerinteressantesten leute!!! Einer aus Kongo hat mich und eine Freundin letztes Wochenende mit ins Musical Hair genommen, dann sind da noch 2 Brueder aus Somalia, die sind toll! Ich und die Freundin von mir aus England wir wollen die heiraten, damit die Asyl in Europa kriegen!  Ansonsten helfen wir denen noch einen Laggeraum zu finden oder mit dem Englischunterricht und so weiter...

Teilweise ist es die Woche ueber ganz schoen anstregend, aber man lernt einfach jeden Tag neue Leute kennen und macht voll die interessanten Erfahrungen. Am Wochenende hab ich dann immer Zeit die Stadt zu erkunden oder Leute kommen vorbei. Wie gehst euch allen so??

Gaza und so!

geschrieben von woistmascha | 6 Jan, 2009, 19:36

Ich lebe in einem Land in dem Kriegt herrscht. Das ist so ein komisches Gefuehl! Meine Freunde in Ashkelon werden taeglich mit Raketen beschossen und muessen wenn der Alarm wieder angeht in den Luftschuzraum und hier in Jerusalem geht der Alltag ganz normal weiter. Wir haben bestimmte Gebiete, die wir nicht betreten duerfen und wir sollen uns halt von groesseren Menschenmengen und so fernhalten. Aber sonst ist als eigentlich so wie davor, nur dass man sich natuerlich stanedig informiert, welche Stadt von wem angegriffen wurde und die Angst vor einem Terroranschlag waechst auch. Ich hab grad gehoert, dass sich im Iran 70.000 Freiwillige als Selbstmordattentaeter gemeldet haben! Da guckt man sich die Menschen im Bus doch genauer an... Das was bloed ist, ist wie die auslaendischen Medien berichten. Die stellen den Einmarsch Israels als grausam und ungerechtfertigt dar, obwohl die Hamas ja zuerst Raketen auf israelische Staedte geschossen hat (und es geht immer weiter). Ausserdem ruft die israelische Armee palaestinensische Familien an bevor sie Zivilgebiete angreift, die Hamas schicken ihre Raketen auch einfach auf Schulen. Naja trotzdem hoffe ich, dass beide Parteien sich beruhigen und zu einer friedlichen Loesung kommen.

Ich werde jedenfalls erstmal hierbleiben und nun wenn die Lage sich extrem verschlechtert, das Land verlassen. Habe heute meinen letzten Ferientag und nach einem Seminar zieh ich dann in ein paat Tagen nach Tel-Aviv. Ich hoffe ihr hattet alle ein schoenes Silvester (meins war fantastisch) und wuensche euch ein unglaubliches neues Jahr!!!

Rak se od Chalom

geschrieben von woistmascha | 6 Dez, 2008, 15:11

Bekannte Gesichter aus aller Welt, es ist wieder so weit: eine kleine Auffrischung der neusten Erlebnisse! Die "Arab-Isareli Conflict"-Woche war sehr interessant und wir hatten Vortraege von richtig guten Professoren. Der Auslfug in der Woche ging nach Hebron, einer Stadt in der Westbank. Nicht viele haben die Chance dorthin zu kommen und was wir sahen war ein bisschen schockierend. Es war wie eine Geisterstadt! Keine Menschen auf der Strasse, nur Soldaten an jeder Ecke. Wie haben mit einem Vorsteher der israelischen Siedler gesprochen, aber keiner von uns konnte seine Argumentationen wirklich nachvollziehen. Ausserdem hatten wir die Moeglichkeit ein Mitglied der Organisation "Breaking the Silence" zu treffen, die bringen Geschehnisse aus den besetzten Gebieten an die Oeffentlichkeit, die die Regierung zu vertuschen versucht.

In der darauffolgenden Woche war Adam hier und wir fuhren einige Tage nach Tel-Aviv. Danach hatte unsere Gruppe einen Ausflug in den Sueden von Israel! Das war wundervoll!! Wir waren auf verschiedenen Wuestenbergen und in Canyons wandern (einmal sogar mit Sonnenaufgang!), waren schnocheln mit den bunten Fishies, und verbrachten die letzten Tage mit den Australiern und Suedafriakanern, die da kurz vor ihrer Abreise standen.

In der naechsten Woche war unsere Wohnung ungewohnt leer und ruhig, was nicht gerade unangenehm war...Der Grund: Alle Amerikaner waren in Polen! Waehrenddessen hatten wir ein Holocaust-Seminar und genossen das europaeische Zusammengehoerigkeitsgefuehl bei Double-Speed-Party und Barbecue.

Was hab ich denn noch so getrieben danach? Ich hab in einer Suppenkueche fuer Menschen die sich keine regelmaessigen Mahlzeiten leisten koennen volunteert. Und vor dem Regierungsgebaeude campen aethiopische Fluechtlinge, wie haben denen Kleidung und Esssen gebracht und mit den Kindern gesungen und gespielt! Die haben mir dann meinen ganzen Kopf voller Zoepfe geflochten! =) war richtig toll mit denen, naechste Woche gehen wir nochmal hin! Ansonsten war ich letzte Woche eine Freundin in Tel-Aviv besuchen und die hat uns mit zu einer Kunstaustellung genommen, die kannten auch die Kuenstlerin und dann konnten wir da mit ihr sprechen und am Donnerstag war ich bei so einem Vortag fuer Deutsche. Die Leute da waren etwas sehr komisch...und es war auch merkwuerdig mal wieder so viel Deutsch auf einmal zu hoeren! Achja und meine Zimmergenossen ist rausgeflogen weil sie geklaut hat. (die ganze zeit, ich glaube das war eine Krankheit)

Ja ich vermisse die Winterstimmung ein wenig! Hier ist es manchmal noch sehr warm und gar nicht winterlich und schon gar nicht weihnachtlich. Aber ist irgendwie auch mal interssant...

In ein paar Wochen zieh ich um nach Tel-Aviv, darauf freu ich mich schon, aber davor sind noch Ferien! Wollte eigentlich nach Kairo in Aegyptern, aber leider klappt das jetzt wahrscheinlich doch nicht...naja mal schaun was sich noch so ergibt!

Ich wuensch euch alles Gute und denk ganz viel an euch alle!!!

 

Sababa

geschrieben von woistmascha | 26 Okt, 2008, 18:45

Shalom Kulam! Bereshit Festival war das Beste. Es war direkt am Strand und so konnte man immer tanzen gehen, dann ne Runde Planschen und weiter tanzen oder schlafen oder essen...Es gab eine Reggae-, eine Rock- und eine Elektrobuehne und noch ein paar kleinere Zelte mit Akustiksachen. Wir haben Tikvah Shesh gesehen, das ist zur Zeit die populaerste Reggaeband in Israel hat man uns gesagt! War auch wikrlich gut! Ausserdem gabs Capoeira, Bodypainting, Chai-Zelte und den ganzen Kram! War einfach ne richtig gute gute Stimmung und bisher mein HighLight in den letzten 2 Monaten (auch wenn ich und eine Freundin kein Zelt hatten und die ganze Nacht von Ameisen gebissen wurden). Haben auch nette Israelis aus dem Norden kennengelernt, die uns bald in unserer Wohnung in Jerusalem besuchen kommen wollen.

Ich weiss ja nicht ob das in Deutschland oder sonst wo auch sone grosse Sache war, aber letzte Woche war die High School Musical 3 Premiere! Einer aus unserer Gruppe sieht exakt so aus wie der Haupdarsteller (er wird auch auf der Strasse angesprochen und so) und er hatte sich dann schick gemacht und 2 andere haben sich als Bodyguard verkleidet und im Kino sind dann alle Maedchen ausgerastet und sind schreiend hinter ihm her gelaufen. =)

Aonsonsten hatten wir letzten Donnerstag den Gulu Walk, das ist ein Walk der schon in vielen Plaezen der Welt veranstaltet wurde um an den vergessenen Krieg in Nord Uganda zu erinnern und die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass immer noch Kinder gekidnappt und missbraucht werden und weite Strecken zu Fuss zurueck legen muessen um Schutz zu bekommen. 2 Jungs aus unserer Gruppe haben das organisiert und Donnerstagabend sind wir vom Obersten Gerichtshof aus mit etwa 70 Leute mit T-Shirts und Bannern bis in die Innenstadt gegangen. Auf dem Weg haben wir Flyer verteilt, T-Shirts verkauft (Geld wird nach Uganda geschickt) und einige Personen habne sich uns angeschlossen und sind mit gelaufen. Auch wenn ich mehr Leute erwartet haette war es ne richtig gute Sache und hat auch Spass gemacht!!

Dieses Wochenende haben wir mit einer Gruppe verbracht, die auch gerade die Schule beendet haben und ein aehnliches Porgramm macht wie unseres, allerdings geht es mehr um Vorbereitung fuer die Armee. Auch wenn wir am Anfang etwas skeptisch waren, war es wirklich toll!! Alle waren sehr nett und wir hatten eine gute Zeit mit Shabbat feiern, Workshops zur eigenen Identitaet ud einfach zusammen rumhaengen. =)  In einigen Wochen werden wir die Gruppe wieder treffen.

Heute, (ja am Sonntag!) hat die Woche wieder angefangen und das Thema diese Woche ist Arab-Israeli conflict. Das Thema finde ich sehr interessant und ich hoffe wir haben gute Sessions darueber.    

Jaaaaa so siehts aus Freunde der Nacht! Achja, hab ein paar Fotos bei facebook reingemacht und bald gibts mehr mehr mehr...

 

 

High Holidays

geschrieben von woistmascha | 15 Okt, 2008, 14:32

So, unser Ausflug in den Norden war ganz toll! Wir waren in den Golanhoehen wandern und haben in Wasserfaellen gebadet und einige interessante Plaetze besichtigt. Ausserdem hat es uns als Gruppe wieder etwas naeher zuasammen gebracht. Ich war zum Beispiel mit zwei amerikanischen Maedchen auf einem Zimmer und bis dahin hatte ich fast gar nicht mit ihnen zu tun gehabt, aber wir haben uns dann gut verstanden. =)

Weil wir verbotenerweise Gaeste ueber nacht in unserer Wohnung hatten gab es etwas Stress und einige aus unser Gruppe wollten eine Revolution starten. Aber wir sind gerade nochmal ohne Verwarnung (3 warnings and you are kicked off) davon gekommen und die Regel wurde jetzt auch aufgehoben.

Ansonsten: wir befinden uns gerade in der Phase der Hohen Feiertage und das heisst das wir viel frei haben. Zu Rosh-HaShana (das juedische Neujahresfest) war ich mit Jacky, einer Freundin, bei der Mutter meiner Hebraeisch-Lehrerin und da haben wir dann lecker gegessen, mit der Familie gesungen und sogar Geschenke (Schokolade!!) bekommen! und Jacky und ich haben einem Pony das Leben gerettet, dass sich in etwas verfangen hatte. Ja - eine gute Tat pro Tag! ;)    

Jom Kippur, der Tag der Versoehnung, war wirklich eine besondere Erfahrung. Ich war mit Dina, einer Freundin, bei Familienfreunden in der Stadt Ashkelon am Mittelmeer. Das ist der wichtigste Feiertag hier in Isarel. Nach dem Abendgottesdienst faehrt kein Auto auf der Strasse und man sieht hunderte von Menschen die einfach auf der Strasse spazieren. Am naechsten Tag sah man ueberall Kinder spielen (denn auch auf andere elektronische Geraete wie Fernseher, Computer, Handy) wird an diesem Tag verzichtet. Das Fasten hab ich gerade so ueberlebt und danach waren wir bei der Mutter von dem Vater der Familie eingeladen. Die kommen aus Indien und es gab so leckere Sachen!!! So ganz besonderes Gebaeck und Getraenke. Am naechsten Tag mussten die Eltern arbeiten und die Kinder in die Schule und Dina und ich waren am Strand!! Samstagmorgen wurden wir dann mitgenommen zu einer Bruncheinladung, das war auch richtig nett! Am Nachmittag bin ich die ganze Zeit Trampolin gesprungen (die haben so ein riesiges im Garten!) abend waren wir bei dem Schmuckladen der Familie und danach Essen. Sonntagmorgen sind wir dann zurueck nach jersualem. Da war es dann irgendwie auch ganz schoen alle wiederzusehen! =)

Zu Sukkot (Laubhuettenfest) waren wir mit einem Teil der Gruppe im Kibbuz Yahel in der Wueste, wo einige von uns in einem halben Jahr wohnen werden. Dort haben wir die Suedshnatties getroffen. Die Leute aus Australine, Neuseeland und Suedafrika die das gleiche Programm machen wie wir. War gut die wiederzusehen die ich schon kenne und die anderen kenne zu lernen!! Ja seit gestern sind wir wieder hier und wir habne jezt fuer eine Woche Ferien. Ich und noch einige andere fahren morgen zu einem Musik-Festival fuer einige Tage an den Strand im Norden. Darauf freu ich mich schon!

Neuigkeiten

geschrieben von woistmascha | 23 Sep, 2008, 10:47

Die Stimmung zur Zeit ist schwer zu beschreiben. Als wir gestern in einer Bar sassen haben wir nur etwas von Terroranschlag gehoert. Auf dem Weg nach Hause kamen wir dann an abgesperrten Strassen vorbei und ueberall waren Sirenen. In unserer Wohnung haben wir dann die Anwesentheit von allen ueberprueft (einer war die ganze Zeit nicht zu erreichen, tauchte aber spaeter dann doch auf) und dann durften wir fuer den Rest des tages das Gebauede nicht verlasssen. Wir haben dann schnell versucht genaueres herauszufinden: Der Attentaeter is mit dem Auto in eine Menschenmenge gefahren, er wurde dort von Zivilisten erschossen. 15 Menschen sind verletzt. Das ganze ereignete sich nur 3 Strassen weiter! Man kann den Platz prkatisch aus dem fenster von uns sehen!! Ja das war alles sehr aufregend, aber mittlerweile geht es und uns allen geht es ja gut!

Also: Brot ist Luxus! Wir sind alle kurz vorm verhungern! Okay das ist ein wenig uebertrieben. Aber ich bin wirklich schon sehr duenn geworden. Wir bekommen einmal die Woche ein Budget fuer Essen, aber nach 2 Tagen ist der Kuehlschrank immer schon wieder leer. Dann wird der Gang in die Kueche echt deprimierend. Ja das ist nicht einfach mit 24 Leuten auf so engem Raum!! Und dann ist man gezwungen sich selber was zu kaufen (sehr teuer hier uebrigens) und das isst dann irgendjemand ohne Gewissen auf (obwohl markiert!). Ich hoffe wirklich das wird in den naechsten Wochen besser mit dem Geld auskommen, denn 3 mal die Woche Brot ist echt zu wenig.

Ich fange an eine sehr intensive Beziehung zur franzoesischen Botschaft aufzubauen. Ich schlafe mit dem Kopf zum Fenster und sie ist das letzte was ich sehe, bevor ich einschlafe und das erste, wenn ich morgens aufwache.

Tagueber haben wir immer Unterricht, Hebraeisch, Geschichte, Community Forming, Leadership, Aktivism, Torah und Workshops zum Thema der Woche (letzte Woche <Israeli Culture>). Ausserdem haben wir Mentoring Session wo wir in Einzelgespraechen ueber Erwartungen und persoenliche Entwicklung sprechen uns reflektieren. Einmal die Woche machen wir einen Ausflug (letzte Woche Tel Aviv) und Dienstag vormittags ist immer einkaufen und putzen.

Letzte Woche musste ich selber einige Programme leiten und das hat auch gut geklappt! Ansonsten gehen wir auf Strassenfeste, spazieren in der Stadt herum, gehen tanzen oder chillen einfach in der Wohnung mit Gitarre und selbstgekochtem Essen. Ja und morgen gehts dann erstmal fuer 5 Tage in den Norden. Machts gut ihr alle!! =)

 

Also, also

geschrieben von woistmascha | 7 Sep, 2008, 19:28
Also, meine lieben Freunde der Nacht, es ist mal wieder so weit ein paar Neuigkeiten: nachdem unser Orientierungseminar vorbei war, starteten wir mit einem 2-taegigen Ausflug in die toedliche Negev-Wueste. Wir seilten uns von Klippen ab und schliefen nach Barbecue und Lagerfeuer mit Gitarre gemuetlich unter den Sternen ein. Am naechsten Morgen bestiegen wir weitere Klippen und Wuestenberge - ich kam mir vor wie bei Herr der Ringe! Obwohl es manchmal anstrengend war, hat der Ausflug uns alle irgendwie mehr zusammengeschweisst. Zuhause in unserer Wohnung, haben wir dann unserer Zimmer bezogen. Ich wohne mit einer Briten (die die ganze Zeit <Sweety> und <Honey> ruft) und einer Amerikanerin (die nie in ihrem Bett schlaeft, weil sie abends immer vor ihrem Laptop im Wohnzimmer einschlaeft) zusammen. Die naechsten Tage dienten weiter zu Einfuehrung unseres Programmes und zur Bildung unserer Gemeinschaft. Am Wochenende (was hier Freitag und Samstag ist) sind wir Deutschen zu einer Bekannten (sie hat frueher fuer unsere Jugendbewegung gearbeitet) nach Haifa in den Norden gefahren. Dort haben wir 2 Tage am Strand gechillt und SO viel gegessen! (sie ist die allerbeste koechin!). Heute hatten wir nach einem Workshop ueber Traeume unsere ertse Hebraisch-Stunde. Und die Lehrerin ist so cool! Auch wenn das nach Streberin klingt, aber: sie ist mein Vorbild!! ;) dann haben wir in kleineren Gruppen unbekanntere Ecken von Jerusalem erforscht und eben unser selbst gekochtes Essen gegessen. Ganz praktisch das manche hier kochen koennen! Einer will sich morgen eine Taube kaufen, die dann in unserer Wohnung leben soll, er will sie dann zur Brieftaube trainieren. Langsam werde ich mir der Tatsache bewusst, dass dieser Ort hier fuer die naechste Zeit mein Zuhause ist, komisches Gefuehl...

Ankommen

geschrieben von woistmascha | 30 Aug, 2008, 09:09

So meine lieben Freunde, hier die ersten News aus dem Land der Falafel. Wir haben den Flug ueberlebt und sind jetzt in Jerusalem. Die Wohnung in der wir zur Zeit leben ist wunderschoen. Abgesehen von dem Muell der ueberall herum liegt, dem staendig ueberschwemmten Badezimmer, den kaputten Moebeln und den nicht vorhandenen Klimaanlagen trotz 40 grad im Schatten. Aber wir bleiben positiv! Das schaffen die Amerikaner ja auch.(man erkennt das daran, dass sie von morgens bis abends herumschreien). Wir sind 24 Briten, 1 Ire, 15 Amerikaner, 3 Israelis und wir 4 Deutsche. Langsam gewoehnt man sich an die Mentalitaeten und mittlerweile gibt es auch so einige die wikrlich nett sind. Wir Deutschen muessen uns jetzt nur noch entscheiden ob wir uns auf die seite der Amis oder der Briten schlagen. Was meint ihr? ja wir kaempfen hier alle noch sehr mit Voruteilen aber langsam lernt man die Personen auch richtig kennen, ich denke das wird in den naechsten wochen noch intensiver.

Wir haben gerade unser Orientation Seminar und Montag geht dann knapp die Haelfte der Leute zu einem anderen Teil des Programms und wir starten mit einem 2-taegigen Ausflug in die Wueste unser Programm etgar (fuer die naechsten 4 Monate). Ich bin gespannt, wir werden dann in 2 Wohnungen hier in Jerusalem wohnen und freu mich auf die Zeit.

Bald mehr, liebe gruesse

Mascha

1 Week to GO

geschrieben von woistmascha | 20 Aug, 2008, 15:06

So herzlich willkommen auf meinen außerirdischen Blog! Hier werde ich für Freunde und Verwandte erzählen was ich die nächsten 10 Monate in Israel so treibe. Ich nehme an einem Programm teil, dass sich "Shnat Netzer" nennt. Die ersten Monate werde ich in Jerusalem mit verschiedenen Kursen, Seminaren und Ausflügen und Freiwilligenarbeit verbringen. Dort wohne ich zusammen mit anderen Teilnehmern aus der ganzen Welt zusammen. Dann werde an einem Projekt in einer Stadt arbeiten (steht noch nicht fest was und wo), dann werde ich 2 Monate durchs ganze Land wandern und dann noch einige Wochen in einem Kibbuz in der Wüste leben. Ich hoffe ihr schaut alle mal öfter hier vorbei und vergesst mich nicht so schnell!!!